Intuitive Ernährung

Um an den letzten Blogpost anzuknüpfen, möchte ich hier jetzt noch einmal kurz die intuitive Ernährungsweise vorstellen. Wie schon im vorherigen Text angesprochen, geht es hierbei in erster Linie um ein sensibilisiertes Körpergefühl, das einem hilft, die Lebensmittel auszuwählen, die der Körper wirklich braucht. (Die Bilder, die hier zu sehen sind, sind ein paar Gerichte, die ich sehr gerne esse/ öfters mal koche & unten findet ihr noch eine Liste, mit meinen gesunden liebsten Lebensmitteln ☺ (Es war im Übrigen nie geplant, die Bilder irgendwo im Internet zu veröffentlichen, deshalb sieht wohl nicht jeder Teller so perfekt angerichtet aus))

Die Grundsätze intuitiver Ernährung sind in etwa:
○ Du beginnst zu essen, wenn du hungrig bist.

○ Du kannst essen, worauf du Appetit hast.

○ Genieße dein Essen bewusst.

○ Du solltest aufhören zu essen, sobald du Sättigung wahrnimmst.

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Immer das zu essen, worauf man Appetit hat, bedeutet aber nicht, dass man nur noch ungesund isst. Meistens ist es so, dass einige Lebensmittel als schlecht und ungesund angesehen werden (wie schon im letzten Blogpost erwähnt) und man dann versucht, diese zu meiden, egal ob man Appetit darauf hätte oder nicht. Einerseits bedeutet das eventuell eine langfristig Entbehrung eines Nährstoffes (Zum Beispiel wenn man versucht auf Zucker zu verzichten) und andererseits wird das Lebensmittel allein durch die Psychologie des Menschen sehr begehrenswert („Man will immer das, was man nicht haben kann“).
Wenn man der intuitiven Ernährungsweise folgt, sollte man sich keine Verbote setzen und jederzeit das essen, worauf man am meisten Lust hat. Das führt dazu, dass die vorher verbotenen Lebensmittel ihren Reiz verlieren und man nicht das Verlangen hat, ganz viel davon zu essen. Wenn man dazu noch die Gedanken streicht, die einen zusätzlich unter Druck setzen und ein schlechtes Gewissen bescheren würden, kann man das Lebensmittel genießen und darauf achten, wie viel man eigentlich davon essen möchte.
Bei Diäthaltenden kommt es oft vor, dass sie sich an einigen Tagen überessen (Cheatdays/Ladetage), um ihr Defizit an Nährstoffen auszugleichen. Sie essen dann oft Burger/ Schokolade/ Nudeln bis sie unangenehm voll sind. Wenn man sich hingegen die Erlaubnis gibt, immer das zu essen, was man möchte und das auch wann immer man möchte, merkt man irgendwann, dass man gar nicht immer Lust auf die „schlechten“ Lebensmittel hat. Zudem braucht man in der Regel viel weniger, um den Appetit zu stillen. Wenn man zum Beispiel bewusst Schokolade genießt, wird einem wahrscheinlich schnell auffallen, dass man kein Verlangen hat, eine ganze Tafel zu essen. Mir geht es jedenfalls meistens so, dass die ersten Stücke sehr lecker sind, ich aber irgendwann merke, dass sie nicht mehr so gut schmecken und ich genug davon habe. An dieser Stelle sollte man nicht weiter essen.

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In dem Buch über dieses Thema, das ich kürzlich gelesen habe, wird wunderbar erklärt, warum sich das Wohlbefinden bei dieser Ernährungsform dauerhaft steigert,  wie man gesünder lebt und Frieden mit seinem Essen schließt. Es handelt sich hierbei übrigens um „Intuitive Eating“ von Elyse Resch & Evelyn Tribole. Unverständlicherweise wurde der Titel im Deutschen in „Intuitiv Abnehmen“ umgewandelt, was meiner Meinung nach nicht das Ziel dieser Ernährungsweise wiedergibt.

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Entgegen der Annahme, man würde nur ungesund essen, ist es übrigens so, dass man sehr oft auch Appetit auf sehr gesunde Lebensmittel hat. Am Anfang kann es natürlich sein, dass man vermehrt zu vorher verbotenen Lebensmitteln greift, aber das ist ganz normal, pendelt sich nach einiger Zeit ein und ist auch meistens ein Zeichen dafür, dass man seine Ernährungsweise zu stark kontrolliert hat.

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Genauso wichtig ist es aber auch, darauf zu achten, wie es sich während des Essens anfühlt und besonders danach. Wenn man nach einem bestimmten Lebensmittel Bauchschmerzen oder Übelkeit empfindet, ist dies ein Zeichen dafür, dass es einem nicht so gut bekommt und man es meiden sollte. Das Essen, was einem hingegen sehr gut bekommt, sollte man öfter in seinen Speiseplan integrieren. So findet man nach und nach heraus, was einem wirklich gut tut und womit man sich am wohlsten fühlt.
Ich habe mir neulich selbst mal eine Liste an Lebensmitteln erstellt, die ich besonders gerne esse und die mir vor allem auch sehr gut bekommen. Die Liste ist in Kohlenhydrate, Fette und Eiweiß unterteilt und beinhaltet nur die gesunden Lebensmittel! Ich esse selbstverständlich genauso gerne manchmal Pizza, Schokolade und andere Dinge, die oft als ungesund betitelt werden, obwohl ich die Lebensmittel auf der Liste meistens bevorzuge, weil sie auch nach der Mahlzeit kein unangenehmes Gefühl hinterlassen.

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Intuitive Ernährung bedeutet insgesamt einfach auf sein Körpergefühl zu hören und ist damit in meinen Augen eine gute Sache. Außerdem heißt es auch, dass man sich seinem Idealgewicht nähert, wenn man dem Körper die Auswahl des Essens und der Menge überlässt. Für die meisten Meschen bedeutet das Gewichtsreduktion, für andere aber auch Zunahme. Im Mittelpunkt steht aber vor allem das Wohlbefinden! Wer sich dafür interessiert oder noch offene Fragen zu dem Thema hat, der sollte sich unbedingt das Buch anschaffen, da wird alles sehr viel ausführlicher erklärt. Außerdem werden noch ganz andere Bereiche angesprochen, wie zum Beispiel das Essen aus emotionalen Gründen, Essstörungen und noch ein paar weitere sehr interessante Themenbereiche.

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Ich weiß ja, dass das ein Thema mit vielen verschiedenen Meinungen ist und ich möchte auch keine anderen Ernährungsformen anprangern, aber für mich ist diese doch mit Abstand die, die am meisten Sinn macht und in meinen Augen am gesündesten ist.
Es wäre spannend, sich über das Thema auszutauschen und wer Lust dazu hat, kann mir gerne einen Kommentar hinterlassen. Themenvorschläge für weitere Texte sind natürlich auch willkommen! ☺

xx Sandrine ♥

 

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